AWT-Seminar „Restaustenit – Fluch oder Segen?“
Veranstaltungsdetails
Restaustenit bezeichnet den Austenitanteil, der nach dem Abschrecken im Gefüge verbleibt. In bestimmten Anwendungsfällen, insbesondere bei Verwendung hochlegierter Werkzeugstähle, kann der Restaustenitgehalt eines Stahls auf dessen Verwendbarkeit und Güte entscheidenden Einfluss nehmen. Während hohe Restaustenitanteile bei manchen Anwendungen wie dem Carbonitrieren gezielt zur Verbesserung der Dauerfestigkeit eingestellt werden, können unerwünschte Gefügeveränderungen während des Gebrauchs bei anderen Bauteilen zu Maßänderungen und zum Ausschuss führen.
Die gezielte Umwandlung von Restaustenit durch Tiefkühlen oder mehrfaches Anlassen sowie dessen bewusste Stabilisierung stellen unterschiedliche Strategien dar, um die angestrebten Werkstoffeigenschaften zu erzielen. Das Seminar zeigt auf, wann Restaustenit als Fluch oder Segen zu betrachten ist, wie er die mechanischen Eigenschaften beeinflusst und welche Verfahren zur gezielten Kontrolle zur Verfügung stehen.
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