Leibniz-Junior Research Group für Dr.-Ing. Nicole Mensching

Jährlich evaluiert die Leibniz-Gemeinschaft innovative Forschungsvorhaben von aufstrebenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern. Die Förderzusage für eine Leibniz-Junior Research Group ermöglicht es wissenschaftlichen Talenten, sich im Forschungsfeld weiter zu etablieren, ein Forschungsprojekt mit eigenem Team umzusetzen und dabei wertvolle Erfahrungen in der Forschungskoordination und Personalführung zu sammeln. Abseits der finanziellen Förderung profitiert die Gruppenleitung im Zuge dessen von Vernetzungs- und Weiterbildungsangeboten über die Leibniz-Gemeinschaft. Im diesjährigen Auswahlverfahren darf sich Dr.-Ing. Nicole Mensching aus dem Leibniz-IWT über eine Förderzusage freuen, wie auf der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin offiziell bekannt gegeben wurde.
Das Forschungsvorhaben, das sie gemeinsam mit ihrem Team in den kommenden Jahren verfolgt, widmet sich der additiven Fertigung – einem Verfahren, das die Produktion von Bauteilen mit komplexen Strukturen ermöglicht, wie sie etwa in der Medizintechnik benötigt werden. Das Einstellen der gewünschten Eigenschaften dieser Produkte ist bisher jedoch noch sehr ressourcenintensiv und erfolgt nach iterativen Methoden.
Dr.-Ing. Nicole Mensching setzt hierfür auf einen deskriptorbasierten Ansatz, dessen Herzstück das von ihr eingeführte „It-Piece“ bildet; ein Akronym für „Inventing Resilient and Tailored Production of Additively Manufactured Parts Enabled by Descriptor-Based Characterization”. Es vereint in einer einzigen, gradierten Probe eine Vielzahl unterschiedlicher Materialzustände und ermöglicht es so, diese schnell und systematisch zu charakterisieren. Auf diese Weise können Deskriptoren effizient ermittelt und anschließend zur gezielten Einstellung der Materialeigenschaften genutzt werden. Dies kann zukünftig dabei helfen, die benötigten Eigenschaften frühzeitig im Produktionsprozess zu ermitteln, sodass Ausschuss minimiert, Kosten für hochwertige Pulver eingespart und die Produktion für Anwenderinnen und Anwender vereinfacht werden kann. Besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit konnte für dieses technologisch wichtige Themenfeld überzeugen, denn das Projekt hat das Potenzial, additive Fertigungsprozesse substanziell ressourceneffizienter aufzustellen.
Weitere Informationen sind in der Pressemitteilung zu finden.