Koordination eines neuen EU-Projekts

Europäische Zusammenarbeit für eine nachhaltigere Stahlproduktion: das Leibniz-IWT ist stolz, dass das Projekt HyComAt aus der Arbeitsgruppe Metallurgie und Umformtechnik (aufgebaut von Assoc. Prof. Dr.-Ing. Piyada Suwanpinij) für eine Förderung im Rahmen des Programms „Forschungsfonds für Kohle und Stahl“ (RFCS) ausgewählt wurde. Am Institut wird die internationale Zusammenarbeit dazu koordiniert.
Da beim Stahlwalzen zunehmend auf eine mit Wasserstoff betriebene Nacherwärmung umgestellt wird, um die CO₂-Emissionen zu senken, ergibt sich eine neue Herausforderung: Erhöhter Wasserdampfgehalt im Ofen verändert die Art und Weise, wie sich eine Oxidschicht bildet. Bei Stählen mit einem höheren Anteil an recyceltem Schrott ist noch unklar, inwieweit dies das Risiko von Oberflächenfehlern beim Warmwalzen beeinflusst.
HyComAt wird dazu beitragen, diese Wissenslücke zu schließen, indem untersucht wird, wie sich dampfreiche Nacherwärmungsatmosphären auswirken. Das Projekt zielt zudem darauf ab, zu ermitteln, wie viel Restkupfergehalt in verschiedenen Stahlsorten sicher toleriert werden kann, um sowohl die Dekarbonisierung als auch eine stärker kreislauforientierte Stahlwirtschaft zu unterstützen.
Eine spannende Projektarbei, um zu einer nachhaltigeren Zukunft der Stahlproduktion beizutragen. Der Start des Projektes ist im Dezemebr 2026.
Partner sind hierbei: thyssenkrupp Steel EUROPE AG (Deutschland), Ovako Group Sweden AB (Schweden), Universität Oulu (Finnland), Technische Universität Delft (Niederlande)
(Bild mit KI bearbeitet)