Erfolgreiches Promotionskolloquium von Jakob Stahl

Am 5. August verteidigte der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter der Verfahrenstechnik, Jakob Stahl, erfolgreich seine Dissertation „Hetero-Aggregates Prepared by Aerosol Mixing: Process Quantification and Applications in Catalysis“, die sich mit der gezielten Herstellung funktionaler Nanomaterialien beschäftigt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Grenzflächen zwischen verschiedenen Nanopartikeln – sogenannte Heterokontakte – durch die Doppelflammen-Sprühpyrolyse gezielt beeinflussen und sich damit funktionale Nanomaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften herstellen lassen. Mithilfe von ihm entwickelten innovativen Methoden und einem Deep Learning-Algorithmus gelang es ihm, den Mischprozess der Doppelflammen-Sprühpyrolyse zu entschlüsseln und zu zeigen, wie sich die Qualität von Heterokontakten gezielt über Prozessparameter steuern lässt.
Besonders relevant ist der Anwendungsbezug seiner Forschung: Am Beispiel der CO₂-Methanisierung konnte er nachweisen, dass die Qualität der Heterokontakte die Leistungsfähigkeit von Katalysatoren entscheidend beeinflusst. Damit leistet seine Forschung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Materialien für nachhaltige Energie- und Klimaschutztechnologien.