Erfolgreiches Promotionskolloquium von Eric Gärtner

Das pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen ist ein 3D-Druckverfahren für Metalle, bei dem feines Metallpulver schichtweise mit einem Laser verschmolzen wird – so lassen sich hochkomplexe Bauteile herstellen, wie sie z. B. in der Luftfahrt, Medizintechnik oder im Maschinenbau benötigt werden.
In seiner Dissertation „Nanopartikelbasierte Fließhilfsmittel zum verbesserten pulverbettbasierten Laserstrahlschmelzen von Metallen“ widmete sich Eric Gärtner einer zentralen Herausforderung dieser Form der additiven Fertigung: Der Herstellung abgestimmter metallischer Pulvermischungen für stabile und effiziente Prozesse. Im Fokus seiner Arbeit stand die Frage, wie sich die Fließfähigkeit und Packungsdichte feiner Metallpulver gezielt verbessern lassen.
Durch eine innovative, lösungsmittelfreie Beschichtung mit Nanopartikeln konnte er zeigen, dass Pulver deutlich besser fließen und sich gleichmäßiger verteilen lassen, selbst sehr feine Pulverfraktionen (< 20 µm) prozessfähig werden und sich die Schichtqualität sowie Prozessstabilität im PBF-LB/M-Verfahren deutlich verbessern.
Besonders beeindruckend: Die entwickelte Methode ist nicht nur effektiv, sondern auch skalierbar und kosteneffizient – ein wichtiger Schritt in Richtung industrieller Serienfertigung in der additiven Metallverarbeitung. Ergebnisse des ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiters der Verfahrenstechnik leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung des pulverbettbasierten Laserstrahlschmelzens und eröffnen neue Möglichkeiten für die Erstellung maßgeschneideter Bauteile.