Bündnis Kreislaufwirtschaft: Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Vorbildliches Engagement im Zeichen der Nachhaltigkeit – dafür steht seit 18. Jahren der Deutsche Nachhaltigkeitspreis. Für die renommierte Auszeichnung nominiert ist für 2025 das Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen Metropoloregion Nordwesten.
Unter dem Motto „Gemeinsam stärker“ steht in dieser Initiative die Wertschöpfungskette Bauwesen für Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung und hochwertige Verwertung von Baumaterialien bei Sanierung und Neubauprojekten im Fokus. Das Bündnisprojekt, gefördert durch die Metropolregion Nordwest, bringt in diesem Kontext seit zwei Jahren wichtige Vernetzungen und Impulse in die Region.
Angesichts knapper Ressourcen und steigender Umweltanforderungen rückt die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen stärker in den Fokus. Durch eine ganzheitliche Wertschöpfungskette – von der Planung über die Demontage bis zur Wiederverwendung und hochwertigen Verwertung von Materialien – lässt sich der Ressourcenverbrauch signifikant senken, Kosten reduzieren und die Umweltbelastung minimieren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei in der integrativen Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten. Eine zirkuläre Bauwende gelingt hier nur, wenn Planungs- und Architekturbüros, Bauunternehmen, Abbruch- und Demontagebetriebe, Herstellende, Behörden, Berufsbildende Schulen, Hochschulen und die Forschung unter diesem Credo gemeinsam handeln.
Für dieses Ziel engagiert sich seit 2023 das Bündnis Kreislaufwirtschaft Bauwesen, gefördert durch die Metropolregion Nordwest und koordiniert über den Projektträger MPA Bremen, ein Geschäftsbereich des Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT. Unter dem Namen bau-circle setzt das Projekt auf Kommunikation, Austausch und Wissenstransfer. Die Möglichkeiten für eine Kreislaufwirtschaft der kurzen Wege werden dabei fokussiert, Kompetenzen und Erfahrungen zusammengebracht und Ergebnisse in praktischen Projekten erprobt und angewendet. Unter der Schirmherrschaft der Bremer Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft sind dazu aktuell 59 Partnerinnen und Partner beteiligt. Etabliert haben sich daraus fünf Arbeitsgruppen, die sich mit den Stoffströmen in der Region, rechtlichen Fragestellungen, Wissenstransfer, Öffentlichkeitsarbeit und der Umsetzung in aktuellen Bauprojekten beschäftigen. Ihre Impulse, Ergebnisse und Maßnahmen werden nun mit der Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis geehrt.
„Wir freuen uns im Namen aller Beteiligten sehr über die Anerkennung durch die Nominierung. Jetzt heißt es Daumen drücken“, so Projektleiterin Ute Dechantsreiter. Ende September entscheidet sich, ob das Bündnis in die Finalistenrunde aufgenommen wird, die finale Preisverleihung findet dann im Dezember statt.
Weitere Informationen zum Bündnisprojekt finden sich auf der Website www.bau-circle.de.
Das Bild entstand bei einer der letzten Veranstaltungen des Bündnisses, im Rahmen der Bremer Altbautage.