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29. Sep. 2021

Bei der diesjährigen GALA Fachtagung „Experimentelle Strömungsmechanik“ stellte ein spannendes Exponat der DFG-Forschungsgruppe 2688 PulseFlow ein Highlight für die Teilnehmenden dar: In den Laboren der Universität Bremen wurde ein ca. 20m langer, partikelbeladener Rohrströmungs-Experimentaufbau vorgestellt. Dieser findet in der aktuellen Forschungsarbeit der Gruppe rund um Dr. Kerstin Avila - Hauptabteilung Verfahrenstechnik am Leibniz-IWT und Mechanische Verfahrenstechnik / Universität Bremen - Verwendung. Mit diesem können Instabilitäten pulsierender Strömungen, relevant  z.B. für den Blutfluss im menschlichen Körper, genauer erforscht werden. Im Fokus der Forschungsgruppe 2688 PulseFlow steht dabei besonders die Raum-Zeit-Dynamik der Blutströmung. Die Forschungsergebnisse sollen langfristig den Grundstein legen, um bspw. Gefäßerkrankungen und Schlaganfälle besser zu verstehen, vorzubeugen und zu therapieren. Für die GALA-Teilnehmenden war insbesondere die selbst entwickelte Messmethode zur dreidimensionalen Lokalisierung der Partikel in der Rohrströmung von besonderer Relevanz.

Die GALA-Fachtagungen sind seit vielen Jahren etabliert als interdisziplinäres Diskussionsforum auf dem Gebiet der Strömungsforschung mit einem Fokus auf der Messtechnik. Veranstaltet wurde sie dieses Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Laser-Anemometrie GALA e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswisssenschaft (BIMAQ), Fachbereich Produktionstechnik (Prof. Dr.-Ing. habil. A. Fischer).

Die Forschungsgruppe FOR 2688 besteht aus fünf experimentellen und drei numerischen Teilprojekten innerhalb Deutschlands, der Schweiz und Österreich und setzt sich aus den Expertisen der Ingenieurwissenschaft, Physik und Medizin zusammen.

Als Nachwuchswissenschaftlerin leitet Frau Dr. Kerstin Avila das Teilprojekt „Dynamik und Instabilitäten pulsierender Suspensions-Strömungen in komplexen Rohrgeometrien“.