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21. Jul. 2021

Große Auszeichnung für IWT-Wissenschaftler Dr.-Ing. Thomas Wriedt, vormals Abteilungsleiter Pulver- und Partikelmesstechnik in der Verfahrenstechnik, kurz vor seinem Ruhestand: Er erhält die Michael I. Mishchenko Medaille 2021. Die Auszeichnung ehrt seinen langjährigen Beitrag auf dem Gebiet der Lichtstreuung und seine vorbildlichen Leistungen im Dienste der Community, insbesondere mit der Pflege des DFG-geförderten ScattPort-Webportals, einer Informationsplattform zum Thema Lichtstreuung.

Die Verkündung des mit 1250 $ dotierten Preises fand auf der Online-Veranstaltung der Electromagnetic and Light Scattering Conference ELS-XIX (St. Petersburg 2021) statt, einer Konferenzreihe, die unter anderem von Thomas Wriedt und Michael I. Mishchenko initiiert wurde.

In der Nominierung wurde besonders seine langjährige Arbeit am Leibniz-IWT hervorgehoben, die sich, gemeinsam mit seiner Abteilung, auf die Entwicklung der “Null-field Method with Discrete Sources” konzentrierte. Innerhalb einer internationalen Forschungskooperation zwischen dem IWT, der Moskauer Forschungsgruppe um Yuri Eremin an der Moscow State University und der Universität Bremen konnte diese mit der „Discrete Sources Method“ verglichen und weiterentwickelt werden.
Nach Angaben im Web of Science hat Thomas Wriedt im Laufe seiner Karriere über 200 Arbeiten veröffentlicht und verzeichnet einen nennenswerten h-Index von 30, der seine hohe Anerkennung in der Wissenschaft widerspiegelt.

Die Medaille ist nach Michael I. Mishchenko, dem Editor von Journal of Quantitative Spectroscopy and Radiative Transfer, benannt, der im letzten Jahr plötzlich verstorben ist. Sie wird seit diesem Jahr jährlich an eine einzelne Person der Wissenschaft verliehen, die bahnbrechende und innovative Beiträge zu den Bereichen Strahlungstransport, Lichtstreuung und Fernerkundung geleistet hat und würdigt zudem organisatorisches Engagement innerhalb der Community. Die Nominierungen werden von der Redaktion und dem Herausgeber des Journal of Quantitative Spectroscopy and Radiative Transfer verwaltet. Das Auswahlkomitee setzt sich aus drei Chefredakteuren des Elsevier-Journals sowie drei angesehenen Mitgliedern der JQSRT-Gemeinschaft zusammen.

In seiner kurzen Dankesrede betonte Herr Wriedt, der immer noch auf Teilzeitbasis für die Verfahrenstechnik tätigt ist und weiterhin auf dem Gebiet der Optischen Partikelmesstechnik forscht, die Bedeutung von Michael I. Mishchenko für den Aufbau der Community, als Weiterentwickler der T-Matrix Methode, als ELS-Organisator und Editor. Er sprach die Hoffnung aus, dass es der Community gelingen möge, mit der Weiterführung der ELS-Konferenzreihe die Arbeit von Michael I. Mishchenko zu würdigen und fortzusetzen.

Die offizielle Bekanntmachung der Preisverleihung findet sich hier.