IWT - Institut für Werkstofftechnik
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Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte

Sensorik in der Wärmebehandlung

Sensoren ermöglichen in weiten Bereichen der Fertigung eine Automatisierung mit einer damit einhergehenden verbesserten Qualitätssicherung. Auf dem Gebiet der Wärmebehandlung werden erst in einzelnen Bereichen erfolgreich Sensoren eingesetzt. Insbesondere zu nennen ist der Sauerstoffsondeneinsatz auf dem Gebiet des Einsatzhärtens. Mit derartigen Sonden können reaktive Behandlungsatmosphären erfolgreich erfaßt, kontrolliert und geregelt werden. Es werden jedoch keine Aussagen über den aktuellen Werkstoffzustand gewonnen, der als Zielgröße bei Wärmebehandlungsprozessen im Vordergrund des Interesses steht. Die Arbeiten konzentrieren sich daher auf die Sensorentwicklung zur Erfassung des aktuellen Wärmebehandlungszustandes.

Mit der Entwicklung des Nitriersensors gelang dies erstmals für Nitrier- und Nitrocarburierprozesse. Mit ihm können in situ, d.h. kontinuierlich während des Prozesses, der Randschichtzustand, Verbindungsschichtdicke und -zusammensetzung sowie die Nitrierhärtetiefe  erfaßt werden.
Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung eines Anlaßsensors, mit dem der Werkstoffzustand während des Anlassens erfaßt werden soll, um damit den Anlaßvorgang zu steuern.

Wärmebereich Vermessung

Maßänderung und Verzug in Verbindung mit Wärmebehandlungsvorgängen

Maßänderungen und Verzug stellen ein zentrales Problem bei der Fertigung von Bauteilen dar. Häufig werden sie allein mit der Wärmebehandlung als einem der letzten Fertigungsschritte in Verbindung gebracht. In vielen Fällen werden durch Wärmebehandlungschritte jedoch nur Plastifizierungen durch thermisch bedingten Eigenspannungsabbau ausgelöst, die ihre Ursache in vorangegangenen Fertigungsschritten haben. Aufgrund der außerordentlichen Komplexität derartiger Vorgänge müssen auf der Basis einer langfristigen Strategie Einzelaspekte untersucht und zu einem Gesamtbild zusammengefaßt werden.

Abschrecken Ring

Abschrecktechnologie - grundlegende Arbeiten insbesondere auf dem Gebiet des Gasabschreckens

Neben Arbeiten zur Chakterisierung der Abschreckwirkung von Ölen hinsichtlich der Zielgrößen Gefüge und Härte liegt ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten auf dem Gebiet des Gasabschreckens. Durch die Weiterentwicklung der Vakuumwärmebehandlungsanlagen auf dem Gebiet des Hochdruckgasabschreckens wurden neue Möglichkeiten eröffnet, flüssige Abschreckmedien durch eine Gasabschrekkung zu ersetzen, wenn die Härtbarkeit der eingesetzten Werkstoffe ausreicht. Die Abschreckwirkung wird in erster Linie über die Parameter Gasart, Abschreckdruck und Anströmgeschwindigkeit bestimmt.
Es laufen zu diesem Themenfeld Untersuchungen zur Charakterisierung der Abschreckwirkung in Verbindung mit Vakuumwärmebehandlungen wie auch im Anschluß an Schutzgaswärmebehandlungen. Neben Aspekten der Verzugsminimierung (infolge des fehlenden Leidenfrostphänomens, das bei Verdampfungskühlung in Ölen und wässrigen Lösungen auftritt, sind geringere Inhomogenitäten bei Maßänderung und Verzug zu erwarten) stehen ökologische Aspekte im Vordergrund der Untersuchungen.

Wärmebehandlung

Simulation von Wärmebehandlungsvorgängen

Die rechnerische Modellierung von Wärmebehandlungsprozessen eröffnet neue Möglichkeiten für eine wärmebehandlungsgerechte Konstruktion. Im Vordergrund steht die Simulation von Härtungsvorgängen und hier insbesondere des Abschreckvorgangs unter Berücksichtigung des Einflusses von Werkstoffinhomogenitäten auf das Umwandlungsverhalten. Derartige Arbeiten können nach dem heutigen Stand der Technik lediglich grundlagenorientiert angelegt sein, da nur ein Bruchteil der Einflußgrößen erfaßt und in den Modellen berücksichtigt werden kann.

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