Sensorik in der Wärmebehandlung
Sensoren ermöglichen in weiten Bereichen der Fertigung eine Automatisierung mit einer damit einhergehenden verbesserten Qualitätssicherung. Auf dem Gebiet der Wärmebehandlung werden erst in einzelnen Bereichen erfolgreich Sensoren eingesetzt. Insbesondere zu nennen ist der Sauerstoffsondeneinsatz auf dem Gebiet des Einsatzhärtens. Mit derartigen Sonden können reaktive Behandlungsatmosphären erfolgreich erfasst, kontrolliert und geregelt werden. Es werden jedoch keine Aussagen über den aktuellen Werkstoffzustand gewonnen, der als Zielgröße bei Wärmebehandlungsprozessen im Vordergrund des Interesses steht. Die Arbeiten konzentrieren sich daher auf die Sensorentwicklung zur Erfassung des aktuellen Wärmebehandlungszustandes.
Mit der Entwicklung des Nitriersensors gelang dies erstmals für Nitrier- und Nitrocarburierprozesse. Mit ihm können in situ, d.h. kontinuierlich während des Prozesses, der Randschichtzustand, Verbindungsschichtdicke und -zusammensetzung sowie die Nitrierhärtetiefe erfasst werden.
Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung eines Anlasssensors, mit dem der Werkstoffzustand während des Anlassens erfasst werden soll, um damit den Anlassvorgang zu steuern.









